Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat anlässlich des 200. Geburtstags von Florence Nightingale das Jahr 2020 als „Jahr der Pflegenden“ ausgerufen, um die weitgreifenden Leistungen dieses Berufsstands politisch, gesellschaftlich und medial in den Vordergrund zu rücken. Nicht wissend, dass eine Pandemie den Gesundheitsbereich erschüttern wird, sollte die Pflege in diesem Jubiläumsjahr jene Anerkennung finden, die ihr meist nur selten zu Teil wird. Nun hat COVID-19 die Beschäftigten des Gesundheitswesens eindrucksvoll in den Mittelpunkt gerückt. Um den unermüdlichen Einsatz der Pflege zu würdigen, hat die WHO die Fortsetzung des Weltjahres für das Jahr 2021 verkündet.

An dieser Stelle informieren wir Sie daher auch weiterhin über die Welt der Pflege, ihre Themen, Arbeitsbereiche, Erfolge und Herausforderungen. Tauchen Sie ein in den Alltag der beruflichen Pflege, der Patient*innen und deren Angehörigen. Lesen Sie Aktuelles und Wissenswertes über unser Institut und unsere Aktivitäten in Studium und Forschung. Das 20. Jahrhundert war ohne Frage das Jahrhundert der medizinischen Errungenschaften, nun treten „Pflegethemen“ spürbar in den Vordergrund. 

Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Pflege!

 

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Auslandspraktika haben am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis einen hohen Stellenwert. Sie erweitern den Horizont, stärken interkulturelle und persönliche Kompetenzen und generieren nicht zuletzt neues Wissen. Unseren Studierenden steht in dieser Hinsicht die ganze Welt offen. Hier berichten sie über ihre Erfahrungen, länderspezifische Unterschiede und den Wert eines "Blicks über den Tellerrand".

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Ethik, so scheint es oft, ist ein Gegenstand für Theoretiker, Philosophen oder solche, die es werden wollen. Die tägliche Erfahrung zeigt jedoch, dass das nicht so ist. In der täglichen Pflegepraxis zeigen sich zahlreiche Situationen, die ethisch relevant sind, auch wenn selten formelle Erklärungen und ethische Begründungen verlangt werden. Spätestens jedoch im Rahmen eines pflege- oder gesundheitswissenschaftlichem Studiums werden diese expliziten Begründungen erforderlich -  auch in Hinsicht auf eine...

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Was bedeutet Pflege für Sie?

Fakten, Trends, Historie

 Was Sie schon immer über Pflege wissen wollten ...

  • Weltweit gibt es rund 20 Millionen Pflegende.
  • 80 % davon sind Frauen.
  • In Österreich arbeiten derzeit rund 63.000 Menschen in der Pflege und Betreuung von älteren und behinderten Menschen.
  • Pflegende und Hebammen stellen nahezu 50 % des Gesundheitspersonals weltweit
  • Der globale Mangel an Gesundheitspersonal besteht zu 50 % aus fehlenden Pflegenden und Hebammen.
  • Der größte Personalmangel herrscht in Süd-Ost-Asien und Afrika.
  • 70 % der Arbeitskraft im Gesundheits- und Sozialsektor wird von Frauen geleistet.
  • Wer in der Pflege arbeitet, genießt einen guten Ruf: Pflegende werden fast so sehr geschätzt wie Feuerwehrleute (94 % im vgl. zu 100 %).
  • Die Amerikaner lieben ihre Pflegekräfte: Bereits das 17. Jahr in Folge wurde Pflege zur vertrauenswürdigsten Profession gewählt.
  • Die häufigsten Berufskrankheiten sind muskuloskelettale und psychische Erkrankungen.
  • 68 % der Pflegenden heben häufig schwer (im Vergleich: Bauarbeiter 54 %).
  • In Österreich werden 80 % der Pflege und Betreuung zu Hause geleistet – und das hauptsächlich von Angehörigen.
  • Erst Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden spezialisierte Pflegeberufe (z. B. Kinderkrankenpflege, Altenpflege oder psychiatrische Pflege).
  • Forschungsergebnisse lassen darauf schließen, dass Krankenpflege bereits in der Frühzeit Teil des sozialen Gefüges war. Man geht davon aus, dass die Betreuung der Kranken in der Verantwortung der Frauen lag.
  • Im antiken Griechenland wurden pflegerische Aufgaben (z. B. Essen verabreichen, Gabe von Medikamenten, Patientenbeobachtung) ausschließlich von Ärzten in Ausbildung übernommen. Die Pflege war eine rein männliche Aufgabe.
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